Frauen in der Extremen Rechten

Viele Jahre lang galt die extreme Rechte als männlich: Nazis, Skinheads, „Glatzen“ – bei all diesen Bezeichnungen waren Männer gemeint. Rechte Frauen waren in den Medien und in der Rechtsextremismusforschung eine Randerscheinung, oft nur erwähnt als Partnerinnen rechter Männer. Das hat sich vor einigen Jahren geändert.
Die wichtigste rechtsextreme Partei, die NPD, hat eine eigene Frauenorganisation, die für sich das Motto gewählt hat: „Deutschland ist auch Frauensache“.

Welche Rolle spielen Frauen in den rechtsextremen Parteien und Gruppen? Wie passt ihre politische Arbeit zum Leitbild der Frau als Mutter, die für die extreme Rechte besonders wichtig ist? Welche Rolle möchten Frauen selbst einnehmen?

Weber, Regina, Frauen in der Extremen Rechten, OnlineAkademie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2010, 16S. (download, pdf).

The academic career: A daily adventure?

Higher education and research has remained a place for men until today. Gender bias and a subsequent lack of women can be find on very different levels. Gender specific choices of subjects and gender specific career patterns lead to a situation, where we find mostly men in a decision making groups. The balance of work and “life”, often seen as child care duties has often been seen as a key to more success for women in the field of research and science. But the lack of women has more underlying reasons and causes.

Weber Regina, The academic career: A daily adventure? Work life balance and gender segregation in German higher education and research, 2009, 58pp. (download, 1,2MB, pdf).

Den Übergang gestalten

Durchlässigkeit zwischen den Studienstufen herstellen

Durch den Bologna-Prozess wurde die gestufte Studienstruktur eingeführt, das heißt die Einführung zweier unterschiedlicher, zum Teil aufeinander aufbauender Studiengänge, Bachelor und Master. Die Umsetzung dieses Prozesses ist mit vielen sehr unterschiedlichen Problemen verbunden. Wie die Durchlässigkeit verbessert werden kann, diskutiert Julian Zado.
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Rezension “Gender im Experiment”

Mit dem Programm «Offensive Wissen durch Lernen» (OWL) ist die TU Berlin neue Wege in der Förderung der Lehre gegangen. Drei Jahre lang, von 2006-2009, standen 10 Mio. Euro für Projekte der Fakultäten zur Verbesserung der Lehre bereit. Dabei sind Curricula überarbeitet worden, eLearning-Angebot neu entwickelt worden, die technische Ausstattung und die Betreuung der Tutorien verbessert worden. Die Integration von Gender-Aspekten in die Lehre war ein Schwerpunkt des Programms, 40 Projekte haben die angebotene Gender-Beratung genutzt. Die Gender-Beraterin Bettina Jansen-Schulz stand dazu als Unterstützerin zur Verfügung. Eine Auswahl dieser Aspekte wird in dem Band als Best-Practice vorgestellt. Das Handbuch umfasst Projekte aller sieben Fakultäten der TU: Von den Geisteswissenschaften über Sozial- und Wirtschaftswissenschaften bis zu den Natur- und Ingenieurwissenschaften werden die Erfahrungen aus der Arbeit der letzten drei Jahre reflektiert. Die Beispiele umfassen alle denkbaren Aspekte: Neukonzeption von Praktika, onlinebasierte Lern-Unterstützungen, Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten, Entwicklung von Studienprojekten, Weiterbildung für Lehrende und Qualitätssicherungsverfahren. Entstanden ist ein Einblick in drei Jahre Arbeit am Projekt «Gender in der Lehre», der als Anregung dient, um selber aktiv zu werden.

Jörg Steinbach, Bettina Jansen-Schulz (Hg.), Gender im Experiment – Gender in Experience, TU-Verlag, Berlin 2009, 319 S., 5,00 EUR.

Erschienen in: News – frauenpolitisches Forum an der TU Berlin, Wintersemester 2009/2010, S. 37.

Rezension “Differenzen und Macht”

«Intersektionalität» ist in der aktuellen Forschung zu Diskriminierung und Diversity zu einem vielbeachteten Bonmot geworden, dem allerdings bislang ein Konzept fehlt. Ina Kerner geht in ihrer Dissertation den Funktionen und dem Verhältnis von Rassismus und Sexismus nach. Beides sind in ihrem Verständnis Machtverhältnisse, die wirken, indem sie Differenzen zwischen Menschen entstehen lassen. Dabei zeichnet sie zunächst Stationen und Auseinandersetzung der beiden Bestandteile nach: Die Entwicklung von Rassetheorien im 19. Jahrhundert bis zu aktuellen Debatten zu Ethnozentrismus und Diskussionsansätze zu Geschlechterdifferenzen. Zuletzt führt sie die beiden Stränge zusammen und analysiert Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Kopplungen und Intersektionen. Abschließend widmet sie sich «tückischen Strategien», in denen Feminismus und Rassismus oder Antirassismus und Sexismus Hand in Hand daher kommen. Gerade die erste Form der Koexistenz können wir dabei regelmäßig in Diskursen zur Einwanderung erleben. Ihr Fazit ist ein Plädoyer für Analysen von Machtverhältnissen, die einen integrativen Blick auf die drei von ihr identifizierten Diskriminierungsmechanismen Diskurse, Institutionen und Subjekte werfen. Ein wesentlicher Punkt ist ihre nachdrückliche Unterstützung für eine Position, die in der Konstruktion von Differenzen den Ausgangspunkt für Rassismus und Sexismus sieht. Gleichzeitig betont sie, dass dies allein nicht ausschlaggebend für Machtverhältnisse sein kann. Kerner liefert mit dem Buch eine sehr aktuelle Zusammenstellung von Debattensträngen. Ihr verdienst ist es, nicht einen erneuten abschließenden Erklärungsversuch zu machen, sondern die Diskussion um verschiedene und gemeinsame Machtverhältnisse und Ausschlussmechanismen aufzufächern.

Ina Kerner, Differenzen und Macht. Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus, Campus Verlag, Frankfurt/ New York 2009, 413 S., 34.90 EUR.

Erschienen in: News – frauenpolitisches Forum an der TU Berlin, Wintersemester 2009/2010, S. 37.

Student unions and gender equality – best practices

Students’ Unions are one of the players in civil society, which might have the power and strength to change society towards better
goals. This is why students’ unions should strive for enhancing the equality of human beings within their field of action and by that also to foster gender equality issues in their field of work. Though, in a rather heteronormative and male dominated society it might be difficult to think on specific things to do concerning gender equality issues. Thus, this article is in the first part focusing on the main outcomes of a workshop carried out at European Students’ Union Board Meeting 53 in Vilnius in December 2007 and the second part is presenting four best practice examples of different member unions of ESU, based on interviews conducted between May and August 2007.

Hartmann, Pascal, Weber, Regina, Student unions and gender equality – best practices, in: ESU (Ed.), For a stronger student movement. The Student Union Development Handbook, Brussels 2009, pp. 40-47 (download, 2,5MB, pdf).

Bologna 2020 – Welche Zukunft hat der Reformprozess?

Ende April trafen sich die 46 Wissenschaftsministerinnen und -minister der Länder, die am Bologna-Prozess beteiligt sind. 1999, vor genau 10 Jahren vereinbarten sie, bis 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Die diesjährige Konferenz im belgischen Löwen diente dazu, auf die vergangenen Jahre zurück zu schauen und den Prozess für die Zukunft weiter zu entwickeln. Niemand der Beteiligten war der Ansicht, dass der erwünschte Hochschulraum im kommenden Jahr endgültig erreicht ist und man sich entspannt zurücklehnen könne. Mehr von diesem Artikel lesen

Die Kehrseite der Internationalisierung

Die Internationalisierung der deutschen Hochschulen steht seit einigen Jahren ganz oben auf der Agenda aller Bildungspolitik. Gleichzeitig ist die Situation für Studierende und Beschäftigte aus dem Ausland an deutschen Hochschulen oft schwer. Frauen sind qua Geschlecht und als Migrantin potenziell doppelt benachteiligt. Regina Weber fasst die Ergebnisse einer Untersuchung zu Migrantinnen in der Wissenschaft zusammen.

Weber, Regina, Die Kehrseite der Internationalisierung, in: News – Frauenforum an der TU Berlin, 1/2009, S. 20-21 (download, 2,2MB, pdf).

Glass ceiling within university

Gender differences in higher education are visible all over Europe, though they are different in the respective countries. The glass ceiling mechanism has been a successful tool to keep women down. How do the “silence mechanism” work, that keep women out of the field? How do numbers look like in the different countries and where are the differences?

Weber, Regina, Glass ceiling within university, in: ESU (Ed.), Gender Issues within Higher Education, Brussels 2008, pp. 91-103 (download, 2,7MB, pdf).

Rezension “Handbuch Rechtsextremismus in Brandenburg”

„Brandenburg hat ein Rechtsextremismus-Problem.“ Mit der etwas lapidaren Feststellung beginnt das vorliegende Handbuch. Gleich darauf wird jedoch festgestellt: „Aber: Brandenburg tut auch etwas.“ Was Brandenburg tut, wird in dem Handbuch ausführlich vorgestellt. In einer seltenen Symbiose von offizieller Politik, Wissenschaft, Justiz, Polizei, Nichtregierungsorganisationen, antifaschistisch Aktiven und Beratungsstellen werden Analysen und Handlungsoptionen zum Rechtsextremismus dargestellt und zusammengefasst. Im ersten Teil wird die brandenburgische Situation durchleuchtet: Der Bogen spannt sich von der fachwissenschaftlichen Kontroverse über den Begriff bis zur Erscheinung und Aktion rechtsextremer Gruppen im Land und endet mit einem Rückblick in die Geschichte des Nationalsozialismus. Der zweite, größere Teil widmet sich der „Prävention und Intervention“: Eingeteilt in vier Kapitel (Tolerantes Brandenburg, Staat und Recht, Kommune und Gesellschaft sowie Erziehung und Bildung) wird ein bunter Strauß an Handlungsmöglichkeiten und Aktionen beschrieben. Eher ungewöhnlich ist die Mitwirkung der Justiz in Form des Verwaltungsgerichtspräsident aus Cottbus und des Generalstaatsanwalts des Landes Brandenburg. Der dritte Teil ergänzt das Handbuch um eine nützliche Sammlung von Institutionen, Initiativen und Internetadressen.
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